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Video: Niederlande: Elektroautos im Mittelpunkt der Ökoviertel

Verfasst von am 21.03.2019 - 3 min

Das Ökoviertel Lombok in Utrecht in den Niederlanden veranschaulicht, wie Elektroautos Bestandteil allgemeinerer Überlegungen zu Stadt, Konsumtrends oder Energieversorgungsnetzen werden.

Der Übergang zur Elektromobilität ist nicht nur eine Angelegenheit der Automobilbauer: Auch lokale Gebietskörperschaften, der Energiesektor sowie alle Unternehmen, die Lösungen im Zusammenhang mit Laden, Carsharing, Verkehr oder Parken erstellen oder vertreiben, sind eingebunden.

Bei so vielen Beteiligten ist es schwierig, ohne einen echten gemeinsamen Ansatz Fortschritte zu erzielen. Mehrere öffentliche und private Akteure aus der Provinz Utrecht in den Niederlanden haben daher die Umsetzung eines Ökomobilitätsprojekts unter Realbedingungen ins Auge gefasst. Dazu haben sie sich an Partner gewandt, die Verfechter der Open Innovation sind.

Carsharing und erneuerbare Energien

Der vom Startup LomboXnet im Viertel Lombok betriebene Carsharing-Dienst We Drive Solar umfasst eine Flotte von 150 ZOE, die die Einwohner in Selbstbedienung mieten können.
Für diese Autos ist eine große Anzahl an Parkplätzen reserviert, die leicht an ihren Ladestationen zu erkennen sind. Zwar sind diese an das Stromnetz angeschlossen, werden aber auch von mehreren tausend Sonnenkollektoren gespeist, die auf den Dächern der benachbarten Gebäude installiert sind: eine zu 100 % erneuerbare Energie.

Das Auto als Bestandteil des Stromnetzes

Renault unterstützt nicht nur We Drive Solar, sondern ist auch aktiv in die Entwicklung neuer Lösungen im Zusammenhang mit Sonnenenergie eingebunden. Das niederländische Startup JEDLIX, an dem Renault mit 25 % beteiligt ist, bietet eine App, mit der sich Smart Charging steuern lässt. Sie startet beispielsweise den Ladevorgang, wenn die Produktion erneuerbarer Energie in vollem Gange ist oder das Netz Überkapazitäten hat. Einige niederländische ZOE-Fahrer kennen sie bereits: Mit der App namens Renault Z.E. Smart Charge können sie die Ladekosten zu Hause senken.

Das Ladenetz kann sogar die Batterien der Elektroautos nutzen, um einen möglichen Versorgungsengpass auszugleichen. Damit wird das Auto Bestandteil eines Stromnetzes, das den Namen Vehicle-to-Grid wirklich verdient.

Ein Grundstein für Smart Grid

Utrecht, das heute 350 000 Einwohner zählt und in den nächsten zehn Jahren mit weiteren 50 000 rechnet, möchte jetzt Ladestationen in der gesamten Stadt errichten, damit möglichst viele den kostengünstigen Strom aus erneuerbaren Energien nutzen können. Renault wird mit zahlreichen Partnern den Ausbau der Stromnetze von morgen – insbesondere gemeinsam mit Startups wie JEDLIX oder LomboXnet in den Niederlanden – weiter begleiten.

 

Copyrights: iStock, Renault Communication

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