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Video: Smart Charging – perfekter Verbündeter des Elektroautos!

Verfasst von am 24.10.2018 - 5 min

Verbinden Sie Ihr Elektroauto mit der Ladestation, den Rest erledigt es von selbst: mit intelligentem Laden oder „Smart Charging“. Renault hat Technologien entwickelt, um das Laden so zu steuern, dass die Kosten beschränkt, kohlenstoffarme Energien bevorzugt und die Gesamtstabilität des Stromnetzes gefördert werden.

In der Welt der Verbrennungsmotoren ist Laden eine Einbahnstraße: Volltanken und den angezeigten Preis bezahlen. Das ist einfach, elementar, aber – abgesehen von dem Preisvergleich zwischen den Tankstellen – nicht weiter zu optimieren.

Das sieht bei Elektroautos ganz anders aus: Jedes Parken wird zu einer möglichen Ladephase. Die ganze Herausforderung besteht darin, herauszufinden, wie man diese Interaktionen nutzt, um den Energieverbrauch zu optimieren, die Kosten zu senken und die Energiewende zu beschleunigen. Das ist das Ziel von Smart Charging.

Kosten senken

Die Konnektivität der Elektroautos von Renault ermöglicht es, den Ladevorgang je nach Tarif des Stromlieferanten oder der Verfügbarkeit von Strom im Netz zu starten oder zu stoppen. Der Fahrer muss also nicht vor dem Start des Ladevorgangs mögliche Preisschwankungen eruieren: Er startet sein Auto und gibt einfach in der Renault Z.E. App die Zeit ein, zu der der Ladevorgang beendet sein soll. Alles ist vollkommen transparent.

Nutzung erneuerbarer Energien fördern

Sonnenkollektoren auf dem Hausdach

Die Vorteile von Smart Charging auf individueller Ebene sind offensichtlich – bestehen aber auf breiterer Front. Das Auto startet beispielsweise den Ladevorgang, wenn die Netzbetreiber ihm einen Produktionsüberschuss signalisieren. Umgekehrt stoppt es ihn, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, um das Defizit nicht noch weiter zu erhöhen. Damit trägt es zum Netzausgleich bei.

Das Elektroauto trägt auch dazu bei, intermittierende erneuerbaren Energiequellen wie Sonne oder Windkraft zu fördern, indem es die daraus gewonnene Energie direkt nach ihrer Produktion speichert.

Flexibilität belohnen

Sparen ist gut, aber Geld verdienen ist noch besser! Eine App wie die von Renault entwickelte Z.E. Smart Charge  kann den Ladevorgang starten oder stoppen, um in Echtzeit das Gleichgewicht zwischen Stromproduktion und -verbrauch im Netz zu wahren.

Der Fahrer schließt bei seiner Rückkehr sein Auto an und stellt auf Z.E. Smart Charge ein einziges Mal die Abfahrtszeit ein. Dann übernimmt die App: Sie lädt das Auto je nach Stromverfügbarkeit im Netz und gewährleistet zugleich die gewünschte Reichweite.

In den Niederlanden ist die Renault Z.E. Smart Charge App seit Ende 2017 verfügbar. Renault ZOE Fahrer werden für ihren Beitrag zum Netzausgleich belohnt. Mit anderen Worten: Ihre Flexibilität beim Laden wird vergütet. In manchen Fällen kann sich der monatliche Verdienst bis auf den Gegenwert einer kompletten Ladung summieren – und das ist erst der Anfang.

Der nächste Schritt? Bidirektionales Laden! Damit kann das Elektroauto einen Teil der in seiner Batterie gespeicherten Energie ins Netz einspeisen. Während Smart Charging dazu beiträgt, Produktionsspitzen zu absorbieren, hilft Reversibilität das Netz bei Verbrauchsspitzen zu entlasten und lokal produzierte erneuerbare Energien zu speichern, um den Eigenverbrauch zu fördern. Das Elektroauto wird so zu einem echten Kettenglied im Stromnetz. Es dient als temporärer Energiespeicher.

Ökosystem schaffen, das Smart Mobility fördert

Als Vorreiter und europäischer Marktführer im Bereich Elektroautos bringt Renault die wichtigsten Akteure des Energiesektors zusammen, um Bedingungen für die Verbreitung dieser Technologien zu fördern. Stromlieferanten, Verteil- oder Transportnetze, Kommunen, der Staat: Um die Herausforderungen der grünen Mobilität zu bewältigen, müssen alle Akteure eingebunden werden.

Mehrere Pilotprojekte zeugen in ganz Europa von diesem starken Engagement. Ein Beispiel? Zwanzig Autos werden den Einwohnern von Porto Santo auf dem portugiesischen Archipel Madeira zur Verfügung gestellt. Im Rahmen eines gemeinsamen Versuchs mit dem Unternehmen, das auf der Insel Strom erzeugt, transportiert und verteilt, testen sie Smart Charging im Alltag. In Utrecht in den Niederlanden versorgt ein Netz aus Sonnenkollektoren auf den Dächern der Gebäude eine Flotte von etwa 150 ZOE mit Strom, die den Einwohnern zur Verfügung stehen.

Diese Großversuche dienen dazu, die Nutzung zu messen und die Algorrithmusfunktionen zu verfeinern, die je nach Bedarf Energie aus dem Netz entnehmen oder einspeisen. Ziel dabei ist, dass in Kürze eine möglichst breite Masse von diesen technologischen Fortschritten profitieren kann.

 

Copyright: Renault Communication

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