In Rouen schreiben selbstfahrende ZOE Geschichte

Verfasst von am 14.09.2018 - 3 min

Es ist eine Premiere in Europa und ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung neuer Mobilitätsdienste: Seit September 2018 gewährleisten selbstfahrende Renault ZOE einen On-Demand-Transportdienst in der französischen Metropole.

Rouen ist die erste europäische Metropole, die den Verkehr autonomer Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen testet. Dieses Vorreiterprojekt erfolgt im Rahmen des Programms „Rouen Normandy Autonomous Lab “, an dem öffentliche und private Partner – darunter auch die Groupe Renault – beteiligt sind.

Eine spezielle App und 17 Haltepunkte

App Rouen Normandy Autonomous Lab

Das im Oktober 2017 gestartete Projekt mit selbstfahrenden Autos als öffentliche Verkehrsmitteln weckt bereits große Hoffnungen. Die Erprobungsphase soll bis Ende 2019 laufen. Nach mehreren Testmonaten wird den Bewohnern ein experimenteller On-Demand-Elektromobilitätsdienst auf „offener Straße“ angeboten. Über eine spezielle App können diese in Echtzeit diese selbstfahrenden „Last-Generation“-Taxis rufen.

Die Startflotte besteht aus vier Renault ZOE. Diese selbstfahrenden, vernetzten Autos berücksichtigen alle üblichen Verkehrsvorgaben und befahren genau festgelegte Strecken: 17 Haltepunkte befinden sich auf drei Schleifen von zehn Kilometern im Technologiepark Madrillet in Saint-Étienne-du-Rouvray. Die ZOE transportieren ihre Passagiere mit einer Geschwindigkeit von unter 30 km/h.

Multimodaler Transport von Tür zu Tür mit Renault

Im Inneren des selbstfahrenden Renault ZOE Autonomes Labor Rouen Normandie

Die von den Renault ZOE abgedeckte Strecke ist die perfekte Ergänzung zu anderen Mobilitätsangeboten und schafft eine Verbindung zwischen verschiedenen Routen, die ausschließlich öffentlichen Verkehrsmitteln vorbehalten sind: einer Endhaltestelle der Straßenbahn und neuen Buslinien.

Selbstfahrende Renault ZOE: Pionierfahrzeuge

Um diesen völlig neuartigen Service auf französischen Straßen zu gewährleisten, sind die Renault ZOE des „Rouen Normandy Autonomous Lab“ gespickt mit Technologie. Die Groupe Renault und Transdev haben die Fahrzeuge mit Kameras, Laser-Scannern (LiDAR), einem Differenzial-GPS-System und einer HD-Karte ausgestattet, die eine Rundumsicht und eine genaue Lokalisierung sicherstellen. Auch das Straßennetz verfügt über Sensoren, die in ständigem Kontakt mit den selbstfahrenden Autos sind. Die Fahrzeuge sind so mit den Infrastrukturen und dem Umfeld vernetzt.

Die menschliche Kontrolle erfolgt über die zentrale Leitstelle für den öffentlichen Transport in Rouen, die alle Fahrten überwacht. Schließlich haben die selbstfahrenden Renault ZOE, wie es gesetzliche Vorschrift ist, auch weiterhin ein Lenkrad: die Gewährleistung dafür, dass jederzeit wieder die Kontrolle über das Fahrzeug übernommen werden kann. Zudem sitzt in dieser ersten Testphase nach wie vor ein Sicherheitsfahrer am Steuer jedes Autos, der bei Bedarf einschreiten kann. So wird es auch bleiben, bis die technischen Lösungen erprobt und die rechtlichen Vorgaben aufgehoben sind.

 

Copyright: Jean-Brice LEMAL

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