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Video: Porto Santo, eine „intelligente“ Insel auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit

Verfasst von am 16.08.2019 - 3 min

Elektrofahrzeuge, intelligentes Laden, Vehicle-to-grid und stationäre Energiespeicherung sind Technologien, die Groupe Renault im Rahmen des Projekts Smart Fossil Free Island seit 2018 auf der portugiesischen Insel Porto Santo testet. Rui Rebelo, CEO der Stromgesellschaft Empresa de Eletricidade da Madeira, erläutert das Projekt für unsere Reihe The Drive To Better.

Im März 2018 war es Portugal gelungen, seinen Strombedarf über fünf Tage hinweg ausschließlich mit erneuerbarer Energie zu decken. Im selben Jahr starteten die Regionalregierung von Madeira und der lokale Energieversorger Empresa de Electricidade da Madeira gemeinsam mit der Groupe Renault als europäischer Marktführer für Elektromobilität das Programm Smart Fossil Free Island. Mit diesem Projekt strebt die Insel ihre Energieunabhängigkeit, die Verringerung von Schadstoffemissionen und den Ausbau erneuerbarer Energien für eine beschleunigte Energiewende an.

Als sichtbares Symbol für dieses Ziel steht Elektromobilität im Mittelpunkt des Unterfangens. Den freiwilligen Projektteilnehmern wurden 14 ZOE und 6 Kangoo Z.E. mit einem von The Mobility House installierten Netzwerk aus 40 Ladesäulen für den täglichen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Ein innovatives Programm basierend auf einem Smart Grid, in dem erstmals drei Technologien vereint sind.

Ein intelligentes elektrisches Ecosystem für die optimierte Erzeugung erneuerbarer Energie

porto santo portugal

Das Smart Fossil Free Island-Experiment für Elektrofahrzeuge stützt sich auf drei Technologien: intelligentes Laden, reversibles Laden und stationäre Energiespeicherung.

Bei der Technologie des intelligenten Ladens oder Smart Charging wird der Ladevorgang entsprechend der im Netz verfügbaren Elektrizität gesteuert. Übersteigt das Stromangebot die Nachfrage, wenn zum Beispiel viel erneuerbare Energie erzeugt wird, wird ein Maximum an Strom geladen. Ist die Stromnachfrage jedoch größer als der im Netz verfügbare Strom, wird der Ladevorgang unterbrochen.

Die nächste Stufe ist das bidirektionale oder reversible Laden. In Spitzenlastzeiten speisen Elektroautos einen Teil der in ihrer Batterie gespeicherten Energie in das Stromnetz ein, um es zu entlasten. Dieses Prinzip nennt man Vehicle-to-grid (V2G). Auf der Insel werden seit März 2019 zwei mit dieser Technologie ausgestattete Prototypen getestet.

Die letzte Neuerung schließlich ist die stationäre Energiespeicherung. Dabei bekommen ausgediente Batterien von Renault-Elektrofahrzeugen ein zweites Leben, in dem sie als Zwischenspeicher für die von den Solar- und Windkraftanlagen der Insel erzeugten Energie dienen. Damit kann dem Problem der ungleichmäßig verfügbaren erneuerbaren Energien entgegengewirkt werden.

Ein Jahr nach dem Start dieser Initiative haben die 224 Nutzer der Elektrofahrzeugflotte insgesamt {212.520 km} zurückgelegt. Und wie geht es weiter? Bis zum Jahr 2020 sollen 100 Elektroautos in Verkehr gebracht werden, was {10 %} der Fahrzeuge auf der Insel ausmacht. Für Groupe Renault geht es darum, dieses groß angelegte Experiment als globales Modell der Energiewende auf andere Inseln und Gebiete anzuwenden.

 

Copyrights: Renault Communication, Hadrien PICARD, LCCD TULIPES & CIE

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