So laden Sie Ihr Elektroauto an der Autobahn auf

Verfasst von am 09.10.2019 - 3 min

Das europäische Autobahnnetz bietet immer mehr Schnell- und Ultraschnelladesäulen für Elektroautos.

Mit dem Elektroauto quer durch Europa, oder: wie aus einem Traum Wirklichkeit wird, dank des Ladesäulennetzes für schnelles bzw. ultraschnelles Stromtanken auf europäischen Autobahnen. Mit dieser neuen Infrastruktur können auch Autofahrer, die täglich kurze Autobahnabschnitte benutzen, ihr Elektroauto schnell aufladen. Die neuen Ladestationen sind ein wichtiger Impulsgeber für die Ausbreitung von Elektromobilität.

2018 gab es auf den europäischen Autobahnen 2550 Schnelladestationen und über 5 000 Ladegeräte vom Typ CCS (Combo-Stecker). Das bedeutet, im Durchschnitt finden Sie eine Ladestation alle 60 km. 2020 wird es an den Raststätten 1 000 weitere Ultraschnelladesäulen – von 150 bis 350 kW – geben, wodurch herkömmliche Tankstellen ihre Attraktivität durch ein „Multienergieangebot“ steigern können.

Wie teuer ist das Aufladen eines Elektroautos an der Autobahn?

Weißer Renault ZOE an eine EV-Link-Ladestation angeschlossen

Die Preise sind je nach Ausrüstung unterschiedlich und hängen auch davon ab, ob man in Besitz einer Abonnementkarte ist oder nicht. Generell kosten 30 Minuten Aufladen in Frankreich nicht mehr als 10 Euro.
Mit einem Combo-Stecker CCS, der das Schnelladen von Gleichstrom bis 50 kW ermöglicht, lädt der neue Renault ZOE in 30 Minuten eine Reichweite von ungefähr 150 km.
Ultraschnelles Laden kann dagegen in den nordeuropäischen Ländern bis zu 20 Euro pro halbe Stunde kosten.

Um die Standorte der Ladesäulen und deren Verfügbarkeit in Erfahrung zu bringen, gibt es zahlreiche Smartphone-Apps, wie z.B. MY Renault. Auch vernetzte GPS-Systeme und Routenplaner können diesen besonders für lange Strecken praktischen Dienst anbieten, so dass Sie Ihr Elektroauto unbeschwert genießen können.

Gut zu wissen: Zwar funktionieren zahlreiche Schnelladesäulen mit einer Abonnementkarte, oft sind sie aber auch über einen Zugangscode, der in Form eines Tankstellentickets verkauft wird, oder ganz einfach über eine Kreditkarte zugänglich.

Automobilhersteller und Europäische Kommission setzen sich für den Ausbau des Ladesäulennetzes auf Autobahnen ein

Renault, Marktführer für Elektromobilität in Europa, unterstützt mit anderen Akteuren dieses Ecosystems acht große Projekte für die Einrichtung von Schnelladenetzen auf Autobahnen. Dazu gehören das Programm Corri-Door, das in Frankreich von Izivia, einer EDF-Tochtergesellschaft, einführt wurde, EVA+, das von Enel in Italien und Österreich entwickelt wurde, und CIRVE, das von Ibil in Spanien und Portugal installiert wurde. Andere, wie E-VIA FLEX E (Italien, Frankreich, Spanien) oder FAST-E (Deutschland, Belgien und Osteuropa), werden über das Programm „Connecting Europe Facility“ von der Europäischen Kommission unterstützt. Auch Regierungen anderer Länder (Vereinigtes Königreich, Norwegen, Schweiz) sind dabei, in Schnelladenetze zu investieren.

Durch den Ausbau des Ladestationennetzes auf den Autobahnen sind das Fahren mit einem Elektrofahrzeug in ganz Europa und die Nutzung leistungsstarker Infrastrukturen in der Nähe des Wohnortes heutzutage kein Problem mehr.

 

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