„Ich träume von Straßen, auf denen nur Elektroautos fahren“

Verfasst von am 28.06.2019 - 5 min

Dr. Alexandre Worcel ist seit fast 30 Jahren Orthopäde und träumt davon, dass nur noch elektrisch gefahren wird. Als Vorreiter seiner Zeit und treuer ZOE-Fan weiß er, mit welchen Argumenten er überzeugen kann – unter anderem auch seine Patienten.

Weiß für sie, blau für ihn. Seit einem Jahr fährt die Familie Worcel im rein elektrischen ZOE. Und sie sind glücklich damit! „Ich war an große Motoren und als zuverlässig geltende Marken gewöhnt. Doch irgendwann hatte ich die Pannen und die hohen Rechnungen satt. Vor allem wollte ich in der Stadt wieder atmen können. Mit laufenden Motoren im Stau zu stehen, ist einfach unerträglich“.

Paar zu Hause ZOE
Herr und Frau Worcel zwischen ihren beiden ZOE-Fahrzeugen: das Modell 2013 (blau) mit einer 22 kWh-Batterie und das Modell 2016 (weiß), mit der Batterie Z.E. 40.

Alexandre Worcel kaufte seinen ersten ZOE 2013. „Ich interessiere mich seit Jahren für Elektrofahrzeuge. Damals gab es nur noch ein anderes Modell. Die ZOE-Linie hatte mich besonders angesprochen, ebenso der Komfort und die Geräumigkeit der Fahrzeuge: sogar unsere beiden Fahrräder passen hinein. Meine Frau hatte anfangs Zweifel. Als sie jedoch merkte, wie viele Vorteile ein Elektroauto hat, wollte sie unseren Zweitwagen, ein Verbrenner, gleich durch einen zweiten ZOE ersetzen!“

ZOE-Stamm
Mit einer Ladelänge von 1,426 m bei umgeklapptem Rücksitz passen die beiden Fahrräder des Ehepaars problemlos ins Auto.

Das Ehepaar zog es schließlich vor, auf die neue Generation von Z.E. 40Batterien zu warten und investierte im April 2018 in einen zweiten ZOE, diesmal mit R110-Motor. „In Bezug auf die Reichweite wurden große Fortschritte erzielt: Die ZOE-Ausführung 2013 ist ein sehr gutes Stadtauto. Das Modell von 2018 dagegen ist ein großartiges Tourenfahrzeug. Nervös, von Anfang an ein hohes Drehmoment, eine starke Beschleunigung beim Überholen: Er läuft sofort auf Hochtouren, vollkommen lautlos! Ein echtes Fahrvergnügen und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Paar fährt Zoe
Durch die hohe Reichweite des Renault ZOE können die Worcels ihre täglichen Fahrten problemlos bewältigen.

Absolute Bewegungsfreiheit in Paris

Dr. Worcel und seine Frau sind viel unterwegs: Ihre beiden ZOE haben zusammen bereits 130.000 km zurückgelegt. „Ich arbeite an drei verschiedenen Standorten und fahre beruflich bis zu 100 km pro Tag. Ich lade nie bei mir zuhause, sondern immer in der Klinik… also kostenlos! Zweimal in der Woche reicht.
Meine Frau, die jeden Tag von Montmorency nach Neuilly fährt, schließt ihren ZOE jeden Abend an die im Außenbereich des Hauses installierte Wallbox an.“

zoe charging wallbox
Mit einer 7,4 kW-Wallbox mit 32 A lädt der ZOE 80 % seiner Reichweite in fünf Stunden.

Das Ehepaar fährt außerdem mehrmals wöchentlich nach Paris, um etwas zu unternehmen oder seine Töchter zu besuchen. „Wenn man im Außenbezirk lebt, ist ein Elektrofahrzeug ideal, um in die Stadt zu fahren. Das Parken ist 7 Stunden lang kostenlos. Gegen eine geringe Gebühr haben Sie sogar Zugang zu den Parkplätzen des ehemaligen Carsharing-Dienstes Autolib’ und können dort kostenfrei laden. Direkt vor der Oper parken, ohne nach einem Parkplatz suchen zu müssen – besser geht es nicht!“ Alexandre Worcel schätzt, dass er für seine beiden ZOE jedes Jahr 200 Euro für Strom ausgibt und etwa 5.000 Euro Parkplatzgebühren spart.

 
Direkt vor der Oper parken, ohne nach einem Parkplatz suchen zu müssen – besser geht es nicht!
Alexandre Worcel

Auf Reisen: ein großes Angebot an Ladestationen

Herr und Frau Worcel zögern auch nicht, in ihrem ZOE zu verreisen. Eine gute Gelegenheit, um zu testen, ob die Ladeinfrastruktur in Frankreich ausreicht. „Im vergangenen Sommer haben wir mit drei Abonnementkarten für öffentlich zugängliche Ladestationen mehr als 3.000 km zurückgelegt und 15 € für Strom ausgegeben. Etappe 1: Paris-Le Puy-en-Velay über Bourges. Bei unseren Freunden angekommen sind wir viel herumgefahren: Abends schlossen wir den ZOE an eine einfache einphasige geerdete Steckdose an. Etappe 2: Von Le Puy-en-Velay zu einem Vorort von Bordeaux mit einer einzigen Ladung, das heißt, eine Entfernung von über 400 km. Wir luden den ZOE auf einem Supermarktparkplatz auf und fuhren die letzten 80 km nach Arcachon. Vor Ort gab es keine Probleme: Jeder Ort hat seine Ladestation. Wir überlegen sogar, ob wir künftig innerhalb Europas nicht weiter weg fahren sollen.”

Straßenkarte
Mit etwa 170.000 in Europa verfügbaren Ladestationen will das Ehepaar Worcel auch außerhalb Frankreichs reisen.

Renault ZOE: Einsparungen sind das Argument Nummer 1

Viele wundern sich über Dr. Worcel’s ZOE und werden neugierig. „Einige Patienten sagen mir: Ärzte fahren normalerweise große Autos! Also erkläre ich ihnen, warum ich ein Elektroauto fahre. Ich konnte schon rund 30 Personen davon überzeugen, auf ein Elektroauto umzusteigen.“ Als Argument bringt er vor allem wirtschaftliche Gründe vor, obwohl seine eigentlichen Beweggründe ökologisch bedingt sind. 

Diskussion ZOE
Alexandre Worcel, hier im Gespräch mit einer Kollegin, hat etwa dreißig Personen aus seinem Umfeld davon überzeugt, auf Elektroautos umzusteigen.

„Wenn ich sage, dass mich mein ZOE mit einer Kilometerleistung von 2.000 bis 3.000 km einschließlich Batteriemiete 120 €} pro Monat kostet, ich nach 100.000 km keine einzige Panne gehabt habe, und die Wartung dank der Elektrotechnik nicht mehr als 50 € kostet, punkte ich immer. Wenn ich dann noch hinzufüge, dass ich mein Auto mit dem Cameleon-Ladegerät an allen Ladestationen mit Typ-2-Steckern, dem Standard in den meisten Städten, in einer Stunde aufladen kann, dann punkte ich wieder!“

Öffentliche ZOE-Ladestation
Mit einem Typ-2-Stecker, dem europäischen Standard für Ladestationen, lädt der ZOE in nur 30 Minuten eine Reichweite von 120 km.

Eines steht fest: die Zukunft gehört dem Elektroauto

Dr. Worcel findet auch für Skeptiker die richtigen Worte. „Ich glaube, die Leute fühlen sich schuldig, weil sie immer noch mit Diesel oder Benzin fahren.
Sie führen deshalb oft die Frage des Batterie-Recyclings an.
Batterien werden inzwischen jedoch einem zweiten Lebenszyklus zugeführt. Nach diesem Zyklus werden die meisten seltenen Metalle zurückgewonnen. Man sollte vor allem die stationäre Stromspeicherung weiterentwickeln, bei der Batterien verwendet werden, die für eine Nutzung in Elektroautos nicht mehr leistungsstark genug sind. In ihrem zweiten Lebenszyklus sind sie sehr nützlich, um einen Puffer zwischen einer zwangsläufig schwankenden Stromnachfrage und der ungleichmäßigen Versorgung mit erneuerbarer Energie zu schaffen.”

ZOE Renault Rousseau Enghien car dealership
Der Renault-Händler Rousseau Enghien in Montmorency.

Copyrights: Vincent Colin

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