Was Sie über den die Wartung eines Elektroautos wissen sollten

Verfasst von am 26.11.2019 - 5 min

Einer der großen Vorteile eines Elektroautos besteht darin, dass es leicht zu warten ist. Nur wenige Teile müssen kontrolliert werden – das erlaubt eine schnelle Inspektion, die den Geldbeutel schont.

Was ist bei der Wartung eines Elektroautos zu beachten?

Wenig Verbrauchsmaterialien und rein mechanische Wartung

Für die Entwicklung eines Elektromotors benötigt der Hersteller zwar ein umfassendes Know-how, in Sachen Wartung jedoch ist er weitaus pflegeleichter als ein Verbrennungsmotor. Er unterliegt keiner mechanischen Reibung, es findet kein Austausch von Flüssigkeiten oder Gasen statt, er benötigt kein Schmiermittel und er hat keinen Auspuff. Es fallen weder Öl- noch Filterwechsel an und es muss keine Auspuffanlage ersetzt werden. Das schlägt sich natürlich positiv auf die Wartungskosten nieder. 

Wenig Fahrzeugkomponenten

Ein Elektromotor ist so aufgebaut, dass die Anzahl der Komponenten gering bleibt. Bei keiner dieser Komponenten handelt es sich um Verschleißteile, die seine Funktionsweise beeinträchtigen könnten. So können bei einem Elektrofahrzeug weder Zahnriemen, Zylinderkopfdichtungen noch Schläuche einen Motorschaden verursachen. Auf den Antrieb von Elektroautos ist auf Hunderttausenden von Kilometern Verlass.

Geringer Bremsenverschleiß

Elektroautos besitzen zwei Bremssysteme: erstens, das regenerative Bremssystem, bei dem der Motor als Energieerzeuger dient und die Batterie punktuell auflädt, und zweitens, das traditionelle Scheiben- oder Trommelbremssystem mit Bremsbelägen, das zugeschaltet wird. Da das Elektroauto beim so genannten Rekuperieren verzögert, werden die herkömmlichen Bremsen weniger beansprucht. Deshalb müssen Verschleißteile, die Bremsbeläge beispielsweise, wesentlich seltener erneuert werden.

Ein einfaches Antriebssystem

Ein Elektroauto hat weder Schaltgetriebe noch Kupplung. Die Kraftübertragung in einem Elektromotor ist also weniger komplex und erfolgt im Gegensatz zum Verbrennungsmotor über einen direkten Antrieb. Es kommt dadurch seltener zu Pannen und die Wartungskosten fallen entsprechend niedrig aus.

Die üblichen Kontrollpunkte

Die Wartung von Rahmen, Karosserie, Reifen, Lenkung und Aufhängung eines Elektroautos ist die gleiche, wie bei einem Verbrenner. Das gilt auch für die Überprüfung der Klimaanlage, der Komfortelemente und der Scheibenwischer. Reifen, Scheibenwischflüssigkeit und Bremsbeläge sind also die einzigen Verbrauchsmaterialien, die bei einem Elektroauto regelmäßig ausgewechselt werden müssen.

Kostengünstiger Service

Bei einem Elektrofahrzeug müssen der Bremsflüssigkeits- und Kühlmittelstand kontrolliert und diese Verbrauchsmaterialien gegebenenfalls ersetzt oder aufgefüllt werden. Auch der Reifendruck sollte regelmäßig überprüft werden. Ein weiterer erschwinglicher Posten: Die für die Beleuchtung und Elektronik zuständige 12-Volt-Batterie, wie sie beispielsweise der Renault ZOE hat, die alle drei Jahre ausgewechselt werden sollte.

Muss die Batterie eines Elektrofahrzeugs gewartet werden?

Neuer ZOE auf der Straße

Die Batterie ist eine der wichtigsten Komponenten des Elektroautos. Die sogenannte Antriebsbatterie versorgt den Motor mit Strom. Sie gewährleistet die Reichweite von mehreren Hundert Kilometern (je nach Modell).

Bei Renault können die Antriebsbatterien gemietet werden. Der Mietpreis hängt von der gewünschten Kilometerleistung ab. Dieses Mietsystem beinhaltet auch, dass die Batterie bei nachlassender Leistung durch eine neue ersetzt wird. Die Wartung einer Elektroautobatterie besteht darin, sie bei einem Renault-Händler regelmäßig kontrollieren zu lassen. Er verwaltet den Lebenszyklus dieses elementaren Fahrzeugteils und stellt sicher, dass die Autofahrer eine zuverlässige Batterie in ihrem Renault ZOE oder Renault Kangoo Z.E. haben.

Wie teuer ist die Wartung eines Elektroautos?

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Da es bei einem Elektroauto keine Verschleißteile gibt, die ersetzt werden müssten und bei einem Elektromotor keine größeren Reparaturen anfallen, liegt der Wartungsaufwand eines Stromers weit unter dem eines Verbrenners. Die Wartung kostet etwa 20 bis 30 % weniger, als man bei einem Verbrennungsauto normalerweise für Reparaturen, Überholung und Ölwechsel veranschlagen würde.

Es wird empfohlen, sein Fahrzeug alle 30.000 Kilometer von einem zugelassenen Fachmann überprüfen zu lassen. Bei einem Benziner sollte diese Inspektion durchschnittlich alle 15.000 Kilometer und bei einem Diesel alle 20.000 Kilometer erfolgen. Eine erschwingliche Maßnahme also, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Weitere Wartungskosten fallen je nach Laufleistung für den Wechsel der Reifen (entsprechend der Abnutzung) und die Erneuerung der Bremsbeläge an.
Auch die Kontrolle von Lenkung, Aufhängung und Stoßdämpfern sollte im Wartungsbudget berücksichtigt werden und hängt ebenfalls von der Nutzungshäufigkeit des Fahrzeugs ab. Aufgrund der relativ geringen Nutzungskosten eines Elektroautos kann man ziemlich genau berechnen, wieviel Geld man mit dieser Art von Fahrzeug spart.

RENAULT KANGOO MAXI Z.E.

Fachleute, die für die Wartung eines Elektroautos qualifiziert sind

Auf dem Automobilmarkt werden seit einigen Jahren Spitzentechnologien eingesetzt, die nur von qualifizierten Fachleuten kontrolliert beziehungsweise repariert werden können. Dies gilt insbesondere für Elektrofahrzeuge: Hohe Spannungen und Stromstärken im Antriebssystem erfordern strenge Sicherheitsmaßnahmen, um eine möglichst präzise Wartung durchzuführen.
Deshalb sollten Sie sich für die Inspektion und Wartung Ihres Fahrzeugs an einen zugelassenen Techniker wenden, der weiß, was er zu tun hat. Die Hersteller bieten oft praktische Pakete inklusive Wartung an. Sie garantieren, dass Ihr Elektroauto in einer spezialisierten Reparaturwerkstatt gehegt und gepflegt wird.

Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Diesel- und Benzinmotoren sind elektrisch betriebene Fahrzeuge einfacher und flexibler zu warten. Der Fahrer kann sich also freuen!
Ein weiterer Pluspunkt, der sich zu den vielen anderen Vorteilen eines Elektroautos gesellt, wie z.B. emissionsfreies Fahren*, was sowohl der globalen Erwärmung als auch der Umweltverschmutzung entgegenwirkt, eine niedrigere Energierechnung, da die Tankstelle wegfällt, oder das dynamische und leise Fahren.

 

* Keine reglementierten CO2-Emissionen oder Schadstoffemissionen während des Fahrens, nur Ersatzteile.

Copyrights: gilaxia, Jean-Brice LEMAL

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