Was Sie über den Energieverbrauch eines E-Autos wissen sollten

Verfasst von am 13.12.2019 - 5 min

Was das Management des Energieverbrauchs angeht, eröffnen sich für die Besitzer von E-Autos ganz neue Perspektiven. Denn der Stromverbrauch ihrer Fahrzeuge hängt von Faktoren ab, die leicht vorhersehbar sind, so dass man Ladedauer und Nutzung des Fahrzeugs optimieren kann.

Wovon hängt der Energieverbrauch eines Elektroautos ab?

Der in Kilowattstunden pro hundert Kilometer ausgedrückte Verbrauch dient der Berechnung der Reichweite eines Fahrzeugs unter Berücksichtigung der Nutzung. Wie auch bei einem Verbrenner hängt der Energieverbrauch von der Grundeinstellung des Fahrers ab. Und von seiner Fahrweisebei einer sanften Fahrweise benötigt das Elektroauto weniger Energie zum Fahren.

Auf der Autobahn, wo man schneller fährt, nimmt auch der Energieverbrauch zu: Die Reibung auf dem Asphalt und der Luftwiderstand verlangsamen den Motor und erhöhen die zur Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit erforderliche Energie. Schließlich hängt der Energieverbrauch unterwegs auch von der Witterung ab: Die Batterien entladen sich im Winter besonders schnell, außerdem verbraucht die Heizung eines Elektrofahrzeugs mehr Strom als die Klimaanlage.

Das Aufladen an der Haushaltssteckdose

Es stehen mehrere Anschlüsse zur Verfügung

Aus Gründen der Sicherheit wird – außer beim Renault Twizy, der speziell an das heimische Stromnetz angeschlossen wird – davon abgeraten, ein E-Auto an der herkömmlichen Haushaltssteckdose aufzuladen. Bei allen anderen Fahrzeugmodellen empfiehlt sich die Installation einer speziellen Ladevorrichtung. Die wirtschaftlichste Lösung, die verstärkte Steckdose, wurde so konzipiert, dass keine Überlasten entstehen und Strom geliefert wird, der sich sowohl für das Fahrzeug als auch für die Stromkreise der Haushalte eignet.

Die schnellladende Spezialsteckdose Wallbox ist eine Wandladestation, bei der man die Ladestromstärke auswählen kann. Es werden zahlreiche Modelle dieser Art mit Leistungen von 3,7 bis 22 kW angeboten. Boxen mit geringer Leistung empfehlen sich für längere Ladezeiten, beispielsweise über Nacht. Boxen mit hoher Leistung eignen sich für schnelles Aufladen (z.B., wenn im Stromvertrag für eine begrenzte Anzahl von Stunden ein günstiger Tarif vorgesehen ist).

Die Kosten hängen vom Vertrag ab

Wenn Sie wissen wollen, was eine Aufladung kostet, multiplizieren Sie ganz einfach die Kapazität der Batterie in Kilowattstunden (kWh) mit dem Preis der Kilowattstunde. 2019 entsprach dies in Frankreich bei einem durchschnittlichen Strompreis eines Haushalts (ca. 0, 15 Euro pro kWh) einem Kostenaufwand von unter 3 Euro für 100 Kilometer und rund 8 Euro für das Aufladen einer 52 kWh-Batterie (wie im neuen ZOE). Die unterschiedlichen Stromangebote in Europa erklären die deutlichen Preisunterschiede für das Stromtanken von einem Land zum andern: In Deutschland kostet eine Aufladung etwas mehr als 15 Euro, in Italien ca. 11 Euro und in Großbritannien 9 Euro.

Das Aufladen eines Elektroautos an öffentlichen Ladestationen

Neuer ZOE-Aufladeterminal

An die Ladesäulen angepasste Ladegeräte

Neben Anschlüssen für Haushaltssteckdosen stehen in den E-Autos Ladegeräte zum Stromtanken an öffentlichen Ladestationen zur Verfügung.

Der Renault ZOE ist, wie auch andere Fahrzeuge des Herstellers, serienmäßig mit einem sogenannten Chamäleon-Lader ausgestattet. Seine Besonderheit besteht darin, dass er sich für verschiedene Ladesäulen eignet, so dass das jeweils verfügbare Stromnetz optimal genutzt werden kann. An den im öffentlichen Bereich weit verbreiteten Wechselstrom-Ladesäulen (AC) kann der ZOE bis zu 22 kW ziehen und in nur 1 Stunde Ladezeit 125 Kilometer tanken*.

Der neue Renault ZOE ist außerdem mit einem Combo-Stecker (CCS) ausgestattet, der eine Stromaufnahme von 50 kW und somit in 30 Minuten eine Reichweite von 150 km ermöglicht. * Dieser Stecker lädt den vor allem an den Schnelladesäulen auf der Autobahn angebotenen Gleichstrom (DC).

Veränderliche Kosten

Je nach Stromnetz der elektrischen Ladesäulen, der verfügbaren Leistung und dem Standort der Ladesäule kann der Preis für eine Aufladung schwanken und sich sogar verdoppeln. Ohne Abonnement kosten 5 Minuten Aufladen etwa 1,30 Euro, der Preis für die gleiche Ladezeit kann mit Abonnement auf 0,50 Euro sinken. Mit einem 50 kW-Schnelllader dauert es beim neuen ZOE 20 Minuten, um 100 Kilometer zu tanken. Die Kosten schwanken je nach Land zwischen 2 und 5 Euro. In den Niederlanden verlangt der Betreiber Fastned ohne Abonnement 0,59 Euro pro Kilowattstunde bzw. 17,70 Euro für eine 30 kWh-Aufladung. In England zum Beispiel berechnet das Netzwerk Polar Instant 12 britische Pfund (13,20 Euro) pro Stunde für das Schnelladen an einer 50 kW-Ladesäule. Im Allgemeinen gelten die Abonnementangebote für das gesamte europäische Ladesäulennetz, was die Nutzung von Vorzugspreisen an Tausenden von Ladestationen ermöglicht.

Das Aufladen von Elektroautos in Europa: Unterschiede zwischen den Ländern?

In Europa entsprechen die Ladestationen im öffentlichen Raum dem europäischen Standard, insbesondere an Autobahnen. Die Unternehmen, die das Aufladen über Festpreispakete anbieten, haben fast überall in Europa eigene Ladestationen.
Einer der Hauptunterschiede zwischen den europäischen Ländern liegt in der Art und Weise, wie die öffentliche Aufladung abgerechnet wird: In Frankreich wird an den Ladestationen nach Zeit abgerechnet, während die meisten Nachbarländer eine Gebühr auf der Grundlage der aufgeladenen Kilowattstunden berechnen.
Die Stromtarife sind von Land zu Land unterschiedlich, so dass der Verbrauch eines Elektroautos je nach europäischem Land unterschiedlich teuer ist.

Wie viel verbraucht ein Renault ZOE?

Bei jedem Modell wird der Verbrauch des Fahrzeugs unter Berücksichtigung der Ladekapazität seiner Batterie ermittelt. Bei einem neuen Renault ZOE können Sie mit der Batterie Z.E. 50 mit einer Kapazität von 52 kW bei einer Aufladung an einem 50 kW-Terminal 100 Kilometer für ca. 8 Euro in Frankreich oder ca. 10 oder 12 Euro in Deutschland tanken. Dies hängt auch von der Art der Fakturierung der Aufladung ab.

Es ist natürlich auch zu beachten, dass gute Praktiken im Straßenverkehr, insbesondere umweltbewusstes Fahren, zur Optimierung des Verbrauchs und damit zu unmittelbaren Energieeinsparungen beitragen.

 

*Die hier erwähnten Werte der Dauer und Strecke werden anhand der Ergebnisse berechnet, die während des WLTP-Zulassungsverfahrens (Worldwide Harmonized Light vehicles Test Procedure, genormter Zyklus: 57 % innerstädtische Fahrten, 25 % Fahrten in Vorstadtgebieten, 18 % Autobahnfahrten), das die tatsächlichen Nutzungsbedingungen der Fahrzeuge darstellen soll, erzielt wurden. Sie berücksichtigen nicht die nach dem Aufladen gewählte Streckenart. Ladedauer und regenerierte Reichweite hängen auch von der Temperatur, dem Batterieverschleiß, der von der Ladestation gelieferten Leistung, der Fahrweise und dem Ladestand ab.

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