Drei neue Vereinbarungen zur Elektromobilität

Verfasst von am 12.10.2018 - 3 min

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Die Groupe Renault gab vor kurzem die Unterzeichnung neuer Kooperationsvereinbarungen mit EDF, TOTAL und ENEL bekannt. Das Ziel: Fachwissen bündeln, um Elektromobilität auf breiter Ebene zu verwirklichen und einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende zu gehen.

Um die Entwicklung eines intelligenten elektrischen Ökosystems zu beschleunigen, unterzeichnete die Groupe Renault eine Kooperationsvereinbarung mit EDF, dem europäischen Marktführer im Bereich erneuerbarer Energien. Diese Zusammenarbeit soll in Form von Cross Promotions das Eigenbedarfsangebot des Stromversorgers „Mon soleil et moi“ („Meine Sonne und ich“) mit Smart Charging von Renault verknüpfen.

Ein weiterer Teil dieser Vereinbarung zwischen der Groupe Renault und EDF betrifft das Smart-Island-Konzept. Es wird in Porto Santo im portugiesischen Archipel Madeira und auf Belle-Île-en-Mer (Morbihan) erprobt und setzt auf erneuerbare Energien (Sonnenkollektoren, intelligente Ladestationen oder stationäre Speicherung), um die Abhängigkeit der Inseln von fossilen Energieträgern aus Europa zu verringern.

Im Rahmen dieser Partnerschaft erstrecken sich die Smart Islands dank EDF SEI, der für die öffentliche Stromversorgung in den französischen Überseegebieten und auf Korsika zuständigen EDF-Sparte, jetzt auch auf nicht mit dem französischen Festland verbundene Gebiete. Für Renault hat der Austausch von Fachwissen mit einem zentralen Akteur der Energiewende ein konkretes Ziel: die Förderung wettbewerbsfähiger, kohlenstoffarmer Stromangebote.

Total beteiligt sich mit Groupe Renault und Jedlix an Smart Charging

App Renault Z.E. Smart Charge

Zusammen mit ihrem langjährigen Partner im Bereich Smart Charging, dem niederländischen Start-up Jedlix, schloss sich die Groupe Renault mit Total zusammen, um ihr Angebot Z.E. Smart Charge ab dem ersten Halbjahr 2019 auch auf dem französischen Markt einzuführen. Dieser Service wird in den Niederlanden bereits angeboten und soll Elektromobilität erschwinglicher machen.

Das Prinzip von Z.E. Smart Charge ist einfach. Die Benutzer der App optimieren das Laden ihres Autos und nutzen dabei erneuerbare Energien und die preisgünstigsten Tarife.

Die Konnektivität des Renault ZOE und der Plattform Jedlix ermöglicht es, die Fahrer der Autos für ihre Flexibilität beim Laden zu entlohnen: Über die Total Flex Services erhalten sie eine finanzielle Vergütung.

Die Groupe Renault und Total möchten auch im Bereich Ladeinfrastrukturen und Stromversorgung zusammenarbeiten, um die Kosten für das Laden von Elektroautos zu senken.

Groupe Renault und Enel: beschleunigter Ausbau von Elektromobilität

Als Vorreiter der Elektromobilität in Europa geht die Groupe Renault auch eine Partnerschaft mit dem bei der Energiewende weltweit führenden italienischen Unternehmen ENEL bzw. dessen Tochtergesellschaft ENEL X ein. Das Ziel: Der Austausch von Fachwissen, um Ladelösungen anzubieten, die an die jeweiligen Kunden angepasst sind. Diese Synergie entsteht hauptsächlich über das Smart Charging von Renault und JuiceNet, die Ladesteuerungsplattform von ENEL X. Die Lösung ist zunächst in Italien verfügbar und wird dann auch über die Landesgrenzen hinaus exportiert.

Diese Vereinbarung betrifft auch die Installation neuer Ladeinfrastrukturen mittels europäischer Initiativen wie EVA+, einem Schnellladenetz, das Österreich und Italien abdeckt. Ebenso ist ein breiterer Zugang zu den vorhandenen Ladestationen mit digitalen Apps wie dem Renault Z.E. Pass geplant. Die Wende ist im Gange!

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