EZ-PRO, das selbstfahrende Roboterauto für urbane Zustellung

Verfasst von am 23.10.2018 - 3 min

Der EZ-PRO Concept verkörpert die Vision zur Zukunft urbaner Zustellung. Er ist elektrisch, selbstfahrend und modular - die perfekte Lösung für Transportwege auf dem „letzten Kilometer“.

Und morgen alle? Die immer schnellere Urbanisierung und die Explosion des Online-Handels zwingen dazu, über neue Liefermethoden nachzudenken, mit denen Waren sauber und effizient bis zum Empfänger transportiert werden. Für Renault ist die Antwort ein gänzlich neues, innovatives Konzept: Der EZ-PRO, der Mitte September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (Deutschland) vorgestellt wurde.

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EZ-PRO – zwischen urbaner Mobilität und Stadt der Zukunft

EZ-PRO: ein elektrisches, selbfahrendes Auto

Der EZ-PRO ist kein einzelnes Fahrzeug, sondern eine Plattform mehrerer autonomer Module. Diese Module werden „Pods“ genannt und starten stets im Konvoi. Am Zielort aber können sie sich trennen, um das Gebiet zu vernetzen und Lieferungen an mehreren Orten auszuführen.

Jeder dieser „Pods“ verfügt über ein großes Nutzvolumen, das je nach Verwendung unterschiedlich konfiguriert werden kann: Ein Laderaum für sperrige Güter etwa kann Fächern für kleine Pakete weichen, oder einem Kühlraum für Frischprodukte. Auch kann er sich in eine Verkaufsfläche für einen Food-Truck, einen Pop-up Store oder jede andere Dienstleistung wandeln.

An der Spitze des Konvois im leitenden „Pod“ befindet sich ein Pilot, der das Geschehen überwacht. Dieser Lieferant der Zukunft steuert den Konvoi aber nicht, denn die einzelnen Elemente des EZ-PRO können sich völlig selbstständig bewegen: Seine Funktion lässt sich am ehesten mit der eines Concierges beschreiben, dessem Aufgabe es ist, auf Kundenzufriedenheit zu achten und die Liefertouren zu optimieren.

Alle Module verfügen über einen Elektromotor und ein Induktionsladesystem sowie Vierradlenkung, um sich flink durch den Stadtverkehr zu schlängeln.

EZ-PRO: vernetztes Sharing Car

Renault EZ-PRO in der Situation

Mit den Erfahrungen von Renault im Nutzfahrzeugmarkt im Hintergrund wurde der EZ-PRO für unterschiedlichste Szenarios konzipiert. Mit seinen „Pods“, die selbstständig Lieferungen übernehmen können, ist er bestens für Logistikunternehmen geeignet, die ihre Last-Mile-Zustellung optimieren wollen. Mit seiner modularen Verbundstruktur ist er auch für Handwerker oder Händler geeignet, die lokale Dienstleistungen erbringen: So könnten etwa die einzelnen Pods als Verkaufspunkte fungieren, die regelmäßig vom „leitenden“ Pod bestückt werden. Die ständige Vernetzung vereinfacht eine solche Nutzung und ermöglicht es dem EZ-PRO, seine Fahrten zu optimieren und sich in das Ökosystem der Smart City zu integrieren.

Schließlich erwartet Renault, dass der EZ-PRO sich zu einer natürlichen, geteilten Lösung entwickelt: Die von der Gruppe bereits angebotenen Flottenmanagementlösungen bieten das Potenzial, dass die Pods von unterschiedlichen Auftraggebern genutzt werden, um die Effizienz zu maximieren.

Der im September 2018 bei der IAA Nutzfahrzeuge nur wenige Monate nach dem Robo-Taxi EZ-GO vorgestellte EZ-PRO ist der zweite Teil der Serie an Roboterautokonzepten, die Renault in Vorbereitung auf die Zukunft der urbanen Mobilität bis 2030 vorlegt.

 

 

Foto: Ashwani GUPTA, Global Head, Renault-Nissan-Mitsubishi LCV Business und Laurens Van Den Acker, Corporate Design Director, Renault Gruppe, neben dem EZ-PRO am 19. September 2018 bei der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

 

Copyrights: David & Douglas, Julien OPPENHEIM, Olivier MARTIN-GAMBIER

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