play Video ansehen

Video: Selbstfahrende ZOE im Feldversuch am Innovationsstandort Paris-Saclay

Verfasst von am 15.05.2019 - 3 min

Die Fortsetzung des Programms „Rouen Normandy Autonomous Lab“ heißt „Paris-Saclay Autonomous Lab“. Groupe Renault setzt auf dem Stadtcampus Paris-Saclay (20 km südlich von Paris) versuchsweise drei ZOE-Prototypen ein. Das Ziel des französischen Automobilbauers? Mehr erfahren über autonome Mobilität und das Benutzererlebnis noch weiter steigern. Elektro-Carsharing ist in vielen Städten Europas bereits Realität, Dazu hat insbesondere Renault, der Branchenführer, beigetragen. Jetzt fügt Groupe Renault eine neue Dimension hinzu: Das „selbstfahrende Auto“.

Die erste Bilanz zum Versuch von Renault und seinen Partnern mit selbstfahrenden Elektroautos im Ballungsraum Rouen fällt mehr als positiv aus. Seit dem Start im Rahmen des Programms Rouen Normandy Autonomous Lab am 26. Juni 2018 sind die selbstfahrenden Renault ZOE im Carsharing dort bereits mehr als 3 000 km mit 30 km/h im Verkehrsfluss mitgerollt. Die gute Funktion der Autos, die ersten Anbindungen an die Infrastruktur, die Einrichtung einer Überwachung sowie die Zufriedenheit der Teilnehmer und die Begeisterung in der normannischen Metropole sind zahlreiche Anreize für die Zukunft.

„In Rouen haben wir das umgesetzt, wovon wir 2017 geträumt haben. Die ersten Nutzer des Dienstes waren überaus begeistert und die durchgeführten Umfragen haben keinerlei besondere Hemmungen oder Bedenken ergeben. Der Versuch wird fortgesetzt. Im April 2019 haben wir die erforderlichen Genehmigungen des Ministeriums erhalten und gerade mit den ersten autonomen Fahrten auf der dritten Verbindung zwischen dem Technologiezentrum Madrillet und dem Zenith Rouen begonnen“, erklärt Patrick Vergelas, Head of Renault Mobility Services bei Groupe Renault.

Warum sich also damit begnügen? Groupe Renault hat jetzt einen weiteren Schritt in Sachen urbane Mobilität beschlossen. Ein neuer Car-on-Demand-Service mit selbstfahrenden Elektroautos ermöglicht Tests mit „Punkt-zu-Punkt“-Verbindungen auf dem Stadtcampus Paris-Saclay.

Neue Etappe in der Entwicklung selbstfahrender, vernetzter Elektroautos

Smartphone-Applikation ZOE Cab

In Rouen folgen die selbstfahrenden Elektroautos wie ein Bus einer vorgegebenen Strecke und halten an bestimmten Punkten. Um zu ihrem Ziel zu gelangen, müssen die Nutzer alle Stationen zwischen ihrem Zustiegspunkt und ihrem Zielort mit befahren.

In Paris-Saclay hingegen absolvieren selbstfahrende ZOE Cabs sogenannte „Punkt-zu-Punkt“-Strecken. Damit können die Nutzer ihr Ziel auf dem schnellsten Weg erreichen.
Dieses System ist bestens für den weitläufigen Standort Paris-Saclay geeignet, der sich über die Departements Essonne und Yvelines erstreckt. Paris-Saclay bietet etwa 265 000 Arbeitsplätze und umfasst insbesondere drei Universitäten, neun Grandes Ecoles sowie sieben Forschungsinstitutionen und zählt zu den acht größten Innovationsclustern weltweit.

Die im Feldversuch verwendeten Prototypen des ZOE Cab, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, sollen einen On-Demand-Mobilitätsservice mit selbstfahrenden, vernetzten Autos bieten. Diese verfügen über unterschiedliche Türen, um den Einstieg in die Fahrgastzelle zu erleichtern. Es gibt auch unterschiedliche Sitzanordnungen – darunter ein entgegen der Fahrtrichtung ausgerichteter Beifahrerplatz, der eine für die Nutzer gemeinsame Kabine formt –, ein Schnittstellendisplay, das gewährleisten soll, dass sich alle Passagiere vor dem Start anschnallen und das verschiedene Borddienste bietet usw.

 

play

Schau das video

Mit dem experimentellen Dienst des Programms „Paris-Saclay Autonomous Lab “ haben Groupe Renault und ihre Partner ein fein verästeltes Netz über das gesamte Gebiet errichtet. Die Abdeckung des Campus ist durch 13 Ein- und Ausstiegspunkte für das Fahrzeug gewährleistet. Sie liegen in unmittelbarer Nähe stark frequentierter Orte. Nie sind sie weiter als 300 m zu Fuß entfernt und ihre Lage beeinträchtigt nicht den Verkehrsfluss der anderen Straßennutzer.
Hat der Nutzer seine Fahrt über eine spezielle App bestellt, begibt er sich zu Fuß zum angegebenen Zustiegspunkt. Das ZOE Cab kommt und fährt ihn autonom zu dem Bedienpunkt, der seinem Ziel am nächsten ist. Dafür nimmt es den am direktesten verfügbaren Weg, ohne sich an eine vorgegebene Strecke zu halten. Bei Bedarf hält das Auto zwischendurch, um einen anderen Passagier aufzunehmen, der dieselbe Strecke oder einen Teil davon zurücklegen will.

„Elektrisch, on demand, vernetzt, gemeinschaftlich … dieser experimentelle Dienst des Programms „Paris-Saclay Autonomous Lab“ ist eine besonders gelungene Mobilitätslösung: Er verflüssigt den Verkehrsstrom, ist umweltfreundlicher und macht so das Stadtleben angenehmer und effizienter“, schließt Patrick Vergelas.

 
Elektrisch, on demand, vernetzt, gemeinschaftlich … dieser experimentelle Dienst des Programms „Paris-Saclay Autonomous Lab“ ist eine besonders gelungene Mobilitätslösung.
Patrick Vergelas Head of Mobility Services, Groupe Renault

Eine immer näher rückende Zukunft

ZOE Cab in Bewegung

Dank dieses Feldversuchs haben Studierende, Professorinnen und Professoren oder einfache Besucher des Campus ab Sommer 2019 die Möglichkeit, sich in der Hochebene Paris-Saclay mit selbstfahrenden Elektrofahrzeugen fortzubewegen. Aber das ist erst der Anfang!

„Paris-Saclay Autonomous Lab hat zum Ziel, die Bedingungen für die Umsetzung eines autonomen Mobilitätsdienstes auf breiterer Ebene zu ermitteln“, erläutert Patrick Vergelas.

Mit ihrer Strategie „Drive the Futur“ möchte Groupe Renault bis 2022 Anbieter einer autonomen, vernetzten Shared Mobility werden. In Paris-Saclay schreibt der französische Automobilbauer ein neues Kapitel dieser Strategie und schließt damit an seine Erfahrung in diesem Bereich an.

 

Copyrights: Jean-Brice Lemal, PLANIMONTEUR, François SUSSET

Meistgeteilte Artikel