1 Milliarde Gründe, in Elektroautos zu investieren

Verfasst von am 11.09.2018 - 5 min

Am 14. Juni 2018 gab Renault Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in den weiteren Ausbau seiner Elektroautoproduktion in Frankreich bekannt. Ein erneuter Blick auf einen ehrgeizigen Strategieplan, der die Führungsposition der Groupe Renault stärken und der breiten Öffentlichkeit die Freuden der Elektromobilität vermitteln soll.

Der 2012 eingeführte Renault ZOE zählt zu den meistverkauften Elektroautos in Europa. An seiner Herstellung, die komplett bei Renault in Frankreich erfolgt, sind seit über sechs Jahren Fachteams beteiligt, deren Know-how immer weiter wächst. Die Fertigung erfolgt an mehreren Industriestandorte der Gruppe. Im Werk Cléon in der Normandie wird zum Beispiel das Antriebssystem des ZOE produziert. Am Standort Mans im Departement Sarthe werden das Fahrwerk und das Gehäuse für die Batterie gebaut. Letztere wird genau wie der gesamte ZOE in Flins bei Paris montiert.

Förderung der allgemeinen Verbreitung von Elektroautos

Renault möchte künftig diese Erfahrung optimal nutzen und das bereits erworbene Know-how weiter ausbauen – daher die am 14. Juni 2018 vor der Hauptversammlung der Gruppe angekündigten Investitionen. Die bis 2022 auf mehr als eine Milliarde bezifferte Summe soll in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen, um die wachsende Nachfrage nach Elektroautos zu decken.

Verdoppelung oder Verdreifachung der Produktion

Karte der Renault-Werke in Frankreich

Alle industriellen Standorte der Groupe Renault, die sich der Elektromobilität verschrieben haben und fest in Frankreich verankert sind, werden von den Investitionen profitieren. In Flins werden die Produktionskapazitäten verdoppelt – künftig werden dort jährlich statt 60 000 ZOE 120 000 Stück gefertigt und montiert. Im Werk Cléon wiederum wird die Produktion von Elektromotoren  hochgefahren. Die bereits 2017 verdoppelte Fertigungskapazität wird in den nächsten Jahren verdreifacht und steigt dann von 80 000 auf 240 000 produzierte Einheiten jährlich. Zugleich laufen die Vorbereitungen auf die neue Motorengeneration, die für 2021 geplant ist.

Parallel baut die Gruppe in Douai im Departement Nord die künftige industrielle Elektroautoplattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi. Dazu werden auch unbefristet 5 000 Mitarbeiter eingestellt und umfassende Schulungspläne aufgelegt. Sie tragen zur Umsetzung der im Rahmen des Strategieplans Drive the Future festgelegten Ziele bei: Bis 2022 sollen Fahrer aus acht Elektroautos und zwölf Hybrid- oder elektrifizierten Modellen wählen können!

Diese Investitionen erfolgen in einem wichtigen Moment der Demokratisierung von Elektroautos, der durch große Fortschritte in Sachen Reichweite, Leistung und Fahrkomfort gekennzeichnet ist. Mit seinem neuen Motor R110 bietet ein kleiner Stadtflitzer wie der ZOE eine Leistung von 110 PS und eine Reichweite von etwa 300 km unter Realbedingungen. Nichts wie los, ab auf die Überholspur!

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