Smart Cities: Die Top 5 der intelligentesten Städte 2020

Verfasst von am 22.05.2020 - 4 min

Die Devise der „Smart Cities“: Die Nutzung technologischer Innovationen zur Verbesserung der Lebensqualität, Beschleunigung des Verkehrsflusses und Erhaltung der Umwelt. Fokus auf die „intelligentesten“ Städte im Jahr 2020.

Es gab eine Zeit, in der die Bereitstellung von Breitband-Internet ausreichend war, um als „Smart City“ zu gelten. Aber heute, in der Zeit des Internets der Dinge (Internet of things, IOT), der Globalisierung der Systeme und der Shared Services stehen den Städten mehr Lösungen denn je zur Verfügung, um gesünder, sicherer, sauberer – mit einem Wort: lebenswerter zu werden.

Die Konnektivität steht natürlich im Mittelpunkt dieses Ökosystems und die sehr hohen Datenübertragungsraten, die mit 5G möglich sind, eröffnen völlig neue Perspektiven für die Entwicklung neuer Dienste. In der „Smart City“ stehen diese neuen Informations- und Kommunikationstechnologien im Dienst der Bürgerinnen und Bürger, der Mobilität und der Umwelt.

Nachhaltige Mobilität im Herzen der Smart City

Als Kernanliegen der „Smart Cities“ haben die Mobilität und die Verkehrsmittel bereits einen tiefgreifenden Wandel vollzogen. Die Städte entwickeln Lösungen zur Reduzierung der Umweltbelastung, indem sie den Verkehr flüssiger gestalten, das Parken erleichtern (Smart Parking) und umweltfreundliche Verkehrsmittel (Elektrofahrzeuge) fördern. In naher Zukunft wird es den Verkehrsteilnehmern möglich sein, mit Hilfe der Informationssysteme ihre Route oder ihr Verkehrsmittel unter Berücksichtigung von Verkehrsaufkommen, Wetter oder Höhe der Schadstoffbelastung zu wählen.

Smart Grids als wesentliche Bestandteile der Smart City

Weitere Herausforderungen sind die Reduzierung der Energieverschwendung und die Entwicklung der erneuerbare Energien durch den Ausbau intelligenter Stromnetze. Diese sogenannten „Smart Grids“ sind in der Lage, den Stromfluss zwischen Erzeugern und Verbrauchern zu steuern. In der vernetzten Stadt werden die traditionellen städtischen Infrastrukturen (Gebäude, Kanalisationen, Straßen) mit Lösungen für den Datenaustausch in Echtzeit gekoppelt. Das Elektrofahrzeug spielt dank seiner Konnektivität eine zentrale Rolle innerhalb der intelligenten Stromnetze. Es ermöglicht ein intelligentes Laden, indem es Strom aus dem Netz bezieht, wenn er am meisten verfügbar ist und ihn in Zeiten, in denen er knapp ist, sogar wieder in das Netz einspeist.

Der Bürger als Akteur der Smart City

Die Stadt der Zukunft ist ein echtes Gesellschaftsprojekt, das den Bürger zu einem „aktiven Verbraucher“ macht. Der Einsatz von digitaler Technologie und künstlicher Intelligenz eröffnet grenzenlose Perspektiven, sowohl im Bereich des täglichen Lebens (vereinfachte Behördengänge) als auch im Gesundheitswesen (Telemedizin) oder im Bildungsbereich (vernetzte Universitäten).

#1

Singapur ist Spitzenreiter bei autonomen Fahrzeugen und Carsharing

Singapur

Diese südostasiatische Stadt hat die intelligente Stadtentwicklung zu ihrer Visitenkarte gemacht. Singapur intensiviert die Experimente mit autonomen Fahrzeugen und hat ein Carsharing-System mit Elektrofahrzeugen gestartet. Für den Abbau der Staus hat sie ein intelligentes Mautsystem mit unterschiedlichen Preisen je nach Verkehrsaufkommen, Viertel, Uhrzeit und Wochentag eingeführt.

#2

Zürich will den Verkehr flüssiger machen

zürich

Die Schweizer Stadt kombiniert ein intelligentes Gebäudemanagementsystem (Heizung, Strom und Kühlung sind miteinander vernetzt) mit einem hervorragend ausgebauten Nahverkehrsnetz. Die Stadt zeichnet sich durch einen fließenden Verkehr aus und implementiert ein umfangreiches Programm zur Digitalisierung ihrer Infrastruktur.

#3

Oslo – das Königreich der Elektroautos

Oslo

In der Hauptstadt Norwegens ist das Elektroauto König – und erhält ab 2025 die alleinige Zufahrtsberechtigung! Die Stadt hat bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Umstellung auf „emissionsfreie Fahrzeuge im Gebrauch*“ zu beschleunigen. So dürfen diese die Busspuren nutzen, kostenlos parken und erhalten günstige City-Maut-Tarife.

#4

Genf – die Königin des fließenden Verkehrs

Genf

Neben einer modularen Beleuchtung, die an die verschiedenen Bereiche der Stadt angepasst ist, zeichnet sich Genf durch sein intelligentes Parkleitsystem aus. Eine Reihe von Sensoren erkennt freie oder frei werdende Parkplätze und informiert die umliegenden Fahrer über ein dynamisches Leitsystem oder direkt auf ihrem Smartphone. Die Benutzer können ihre Parkgebühren auch direkt online bezahlen. Mit diesem System konnte die Anzahl der parkplatzsuchenden Fahrzeuge (bis zu 30 % des Stadtverkehrs!) deutlich reduziert werden.

#5

Kopenhagen: Sensoren für Null CO2 -Emissionen

Kopenhagen

Nummer eins auf unserer Liste ist die dänische Hauptstadt, ein wahres Labor der urbanen Entwicklung mit modernster Konnektivität. Das Ziel von Kopenhagen ist es, bis 2025 vollkommen kohlenstoffneutral zu werden. Die Stadt hat bereits damit begonnen, ihr gesamtes Stadtmobiliar mit Sensoren auszustatten, von den Straßenlaternen (zur Reduzierung des Energieverbrauchs) bis hin zu den Mülleimern (für eine optimierte Abfallsammlung). Mittelfristig werden auch alle Fahrzeuge mit Sensoren versehen.

* Zero Emission im Gebrauch: Weder CO2 -Emissionen noch gesetzlich limitierte Luftschadstoffe beim Fahren, laut WLTP-Homologationsverfahren, ohne Berücksichtigung der Verschleißteile.

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