“Optimaler Fahrkomfort für den Twingo Electric mit dem B-Modus“

Verfasst von am 08.10.2020 - 3 min

Mit dem Schalthebel des Neuen Twingo Electric kann ein „B-Modus“ ausgewählt werden, der das Verhalten des Autos an den Verkehr und die Umgebung anpasst – für ein einfacheres und elektrisierendes Fahrerlebnis. Benoît Chagniot, Experte für das Leistungsangebot der Elektrofahrzeuge von Groupe Renault, erklärt, wie dieser Modus funktioniert.

Was ist der B-Modus des Twingo Electric?

Der B-Modus (B für das englische „Break“, d.h. Bremse) ist einer der Fahrmodi des Twingo Electric. Wenn er aktiviert ist, wird die Motorbremswirkung verstärkt, so dass man nicht mehr so oft auf das Bremspedal treten muss. Das funktioniert in etwa so, als würde man die Intensität der Motorbremse eines Autos mit Verbrennungsmotor regeln können. Sobald der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, verzögert das Auto aufgrund der Wirkung des regenerativen Bremssystems gleichmäßig und kraftvoll. Dieser Modus sorgt für ein besonders angenehmes Fahrgefühl in der Stadt und bei dichtem Verkehr.  Er ergänzt den D-Modus (für das englische „Drive“, d.h. „Fahren“), in dem das Auto beim Loslassen des Fahrpedals ausrollt.

Benoit Chagniot
Benoît Chagniot, Experte für das Leistungsangebot der Elektrofahrzeuge von Groupe Renault

Wie funktioniert das konkret?

Der Fahrer schaltet vom klassischen D-Fahrmodus in den B-Modus, indem er den Wahlhebel in seine Richtung zieht. Das System verstärkt dann die Motorbremse des Twingo Electric mit Hilfe der Energierückgewinnung. Mit einem einfachen Druck auf den Wahlhebel kann zwischen drei verschiedenen Bremsintensitäten des B-Modus (B1, B2 und B3) gewählt werden. Je nach Verkehrsparametern – Verkehrsdichte, Typ der Fahrbahn, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder sonstiges – findet der Fahrer intuitiv die zu seinem Fahrstil passende Intensität.

 
„In der Stadt kommt man mit dem B3-Modus des Twingo Electric fast ohne Bremse aus – einfach indem man den Fuß vom Fahrpedal nimmt, bis das Fahrzeug beinahe vollständig zum Stehen kommt.“
Benoît Chagniot Experte für das Leistungsangebot der Elektrofahrzeuge

Können Sie uns diese drei Intensitäten näher erläutern?

Beim Umschalten auf den B-Modus wird standardmäßig die mittlere Motorbremsintensität „B2“ gewählt. Sie bietet für die meisten Situationen ein hohes Maß an Fahrkomfort, da sie eine ausreichende Bremskraft aufbringt, um vor Hindernissen, die keinen vollständigen Halt erfordern, abzubremsen. Im „B2“-Modus rollt das Fahrzeug noch ausreichend, damit es fließend und geschmeidig durch den Stadt- und stadtnahen Verkehr kommt, für den der Neue Twingo Electric in erster Linie bestimmt ist.
Der „B1“-Modus ist der Modus mit der geringsten Bremswirkung. Er lässt den Twingo Electric frei ausrollen, ähnlich wie im Leerlauf. Durch seinen reduzierten Widerstand (0,5 m/s²*) eignet sich dieser „B1“-Modus vor allem für den flüssigen Verkehr auf Land- und Bundesstraßen, wo man energieeffizient und vorausschauend fahren und über mehrere hundert Meter langsamer werden kann.
Der „B3“-Modus dagegen ist der Modus mit der stärksten Bremswirkung (1,4 m/s²) und hat damit die richtige Intensität für den Stadtverkehr. Im Stadtverkehr und bis zu einem Tempo von 50 km/h kann das Auto so beinahe nur mit dem Fahrpedal gefahren werden. Nimmt man den Fuß vom Pedal, verlangsamt der Twingo Electric praktisch bis zum Stillstand. Der „B3“-Modus ist auch bei starkem Gefälle, beispielsweise in den Bergen, sehr nützlich, denn er hält das Fahrzeug in einer sicheren Geschwindigkeit und gibt gleichzeitig Energie an die Batterie zurück.

Kann mit dieser Energierückgewinnung die Reichweite des Fahrzeugs optimiert werden?

Unabhängig davon, welcher Modus eingeschaltet ist, wird die beim Ausrollen und Bremsen gewonnene Energie in die Batterie eingespeist. Eine Kontrollleuchte an der Instrumententafel weist den Fahrer darauf hin, dass er das regenerative Bremssystem nutzt. Diese Energierückgewinnung trägt zur Optimierung der Reichweite des Twingo Electric bei, die mit 190 Kilometer im WLTP-Zyklus** homologiert ist. Und sie verringert den Verschleiß der Komponenten, insbesondere der Bremsen, die weniger beansprucht werden, da das Auto hauptsächlich mit Hilfe des Elektromotors verzögert.
Auf langen Strecken lässt sich die Reichweite durch frühzeitiges Reagieren auf Hindernisse und vorausschauendes Fahren im „B1“-Modus – dem Modus mit der geringsten Motorbremswirkung – optimieren.

Gibt es eine andere Möglichkeit, die Reichweite zu optimieren?

Ja, natürlich. Der Kraftstoffverbrauch eines Elektroautos hängt ebenso von der Fahrweise ab wie bei einem herkömmlichen Auto. Bedachte Beschleunigung, vorausschauendes Fahren, um möglichst wenig zu bremsen, mäßiger Einsatz von Klimaanlage und Heizung … sind allgemein bewährte Praktiken.
Wir empfehlen auch, den „ECO“-Modus zu aktivieren. Dieser Modus verringert die Intensität der Beschleunigung und bietet dennoch ausreichend Leistung für den Stadtverkehr. Der ECO-Modus und der B-Modus ergänzen einander, denn ersterer wirkt auf die Beschleunigung des Autos, während der zweite den Einsatz des Bremspedals und die Energieverschwendung beim Abbremsen reduziert. Der B-Modus ist daher unverzichtbar für den Komfort und die Energieeffizienz des neuen Renault Twingo Electric.

 

* m/s² ist die Maßeinheit für die Verlangsamung. Eine Verlangsamung von 1 m/s² entspricht ungefähr einem Geschwindigkeitsverlust von 3,6 km/h pro Sekunde.

**WLTP = Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (Weltweites harmonisiertes Leichtfahrzeug-Testverfahren). Der WLTP-City-Zyklus entspricht dem Standardzyklus für Stadtfahrten. Der WLTP-Complet-Zyklus ist der Standardzyklus für gemischte Fahrten. Er setzt sich aus 57 % Stadtverkehr, 25 % stadtnahem Verkehr und 18 % Autobahn zusammen.

 

Copyrights: Groupe Renault

 

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